Adipositas ist eine chronische Erkrankung, die Gesundheit und Lebensqualität beeinträchtigen kann. Begleitende Therapien wie eine Abnehmspritze bieten neue Wege zur nachhaltigen Gewichtsreduktion.
Wann spricht man von Adipositas?
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert Adipositas anhand des Body-Mass-Index (BMI):
Neben dem BMI ist auch die Fettverteilung relevant: Bauchfett (viszerales Fett) ist metabolisch aktiver und mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes verbunden.
Adipositas entsteht in der Regel durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren:
Eine langfristige positive Energiebilanz (mehr Kalorienaufnahme als Energieverbrauch) führt zu einer Speicherung überschüssiger Energie in Form von Fett.
Genetische Veranlagungen beeinflussen die Fettverteilung, den Grundumsatz und die Regulation von Hunger und Sättigung.
Störungen von Hormonen wie Insulin, Leptin, Ghrelin und Schilddrüsenhormonen können die Gewichtszunahme begünstigen.
Stress, Schlafmangel oder psychische Erkrankungen können das Essverhalten und die Gewichtskontrolle negativ beeinflussen.
Einige Arzneimittel (z. B. Kortison, bestimmte Antidepressiva oder Antipsychotika) tragen zur Gewichtszunahme bei.
Adipositas geht über das äußere Erscheinungsbild hinaus und kann verschiedene körperliche und metabolische Auswirkungen haben:
Müdigkeit, Kurzatmigkeit und Gelenkbeschwerden
Erhöhte Blutfett- und Blutzuckerwerte
Bluthochdruck
Erhöhtes Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Fettleber
Psychische Belastungen wie depressive Verstimmungen oder soziale Einschränkungen
Die Behandlung von Adipositas erfolgt auf verschiedenen Ebenen und richtet sich nach Schweregrad, Begleiterkrankungen und individuellen Voraussetzungen.
Ernährung: ausgewogen, kalorienkontrolliert, langfristig umsetzbar
Körperliche Aktivität: mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche
Verhaltenstherapie: Unterstützung bei der Veränderung von Essgewohnheiten
Medikamente: unter ärztlicher Aufsicht können bestimmte Präparate zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden
Moderne Therapieformen: z. B. GLP-1-Analoga (Abnehmspritze/-tablette)
Bei schwerer Adipositas können operative Verfahren wie Magenband, Sleeve-Gastrektomie oder Magenbypass in Betracht gezogen werden, sofern andere Maßnahmen nicht ausreichend wirken.
Wenn Ärzt:innen eine medikamentöse Therapie bei Übergewicht oder Adipositas empfehlen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Die Auswahl hängt von den individuellen Voraussetzungen, Begleiterkrankungen und bisherigen Erfahrungen ab. Grundsätzlich kommen Injektionspens und Tabletten infrage.
Semaglutid reguliert das Hunger- und Sättigungsgefühl und wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus. Es ist eine Weiterentwicklung von Liraglutid und wird einmal wöchentlich injiziert10.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Patient:innen mit Diabetes mellitus sollten Semaglutid nur nach ärztlicher Prüfung anwenden11.
Tirzepatid wirkt über zwei Hormone (GLP-1 und GIP) und unterstützt so die Insulinantwort sowie die Reduktion des Hungergefühls. Die Anwendung erfolgt einmal wöchentlich.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Ob Tirzepatid bei Diabetes Typ 2 geeignet ist, entscheiden ausschließlich die behandelnden Ärzt:innen.
Liraglutid wurde ursprünglich für Diabetes entwickelt, wirkt aber auch auf Hunger und Sättigungsgefühl und unterstützt den Gewichtsverlust. Es wird einmal täglich unter die Haut gespritzt.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Bei Diabetes Typ 2 muss die Therapie ärztlich überwacht und ggf. regelmäßig kontrolliert werden.
Injektionspens sind fertige Präparate, die direkt in der richtigen Dosierung bereitstehen. Sie müssen nicht aufgezogen werden und werden je nach Wirkstoff einmal täglich oder einmal wöchentlich unter die Haut gespritzt.
Orlistat bindet Fett im Darm, das anschließend unverdaut ausgeschieden wird. Die Einnahme erfolgt meist bis zu dreimal täglich zu fetthaltigen Mahlzeiten16.
Mögliche Nebenwirkungen
Wichtiger Hinweis: Auch wenn niedrig dosierte Präparate rezeptfrei erhältlich sind, sollte die Anwendung immer ärztlich abgestimmt werden17.
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Hinweis: Abnehmpräparate sind eine unterstützende Maßnahme und ersetzen keine gesunde Lebensweise. Für optimale Ergebnisse empfehlen wir, die Behandlung mit einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung zu kombinieren.
Adipositas, auch Fettleibigkeit genannt, ist eine chronische Erkrankung, bei der der Körper übermäßig viel Fett speichert. Sie wird häufig anhand des Body-Mass-Index (BMI) bewertet: Ein BMI von 30 oder höher gilt als Adipositas. Die Ursachen sind vielschichtig und können genetische Faktoren, hormonelle Einflüsse, Ernährung, Bewegung und weitere Lebensstil-Aspekte umfassen.
Übergewicht und Adipositas beschreiben beide eine erhöhte Körperfettmenge, unterscheiden sich jedoch in Schweregrad und Definition:
Übergewicht: Ein BMI von 25 bis 29,9 gilt als Übergewicht. Die Fettansammlung ist erhöht, aber meist noch moderat.
Adipositas: Ein BMI von 30 oder höher wird als Adipositas eingestuft. Hier ist die Fettmasse stark erhöht und die Erkrankung kann gesundheitliche Folgen haben.
Die Unterscheidung hilft Ärzt:innen, das Risiko für Folgeerkrankungen einzuschätzen und die passende Behandlung zu planen.
Adipositas erhöht das Risiko für verschiedene gesundheitliche Probleme, insbesondere:
Diese Risiken ergeben sich aus der hohen Fettmasse im Körper, die Stoffwechsel, Hormonhaushalt und Organe beeinflusst.
Die Behandlung von Adipositas erfolgt immer individuell und verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Ziel ist es, Gewicht nachhaltig zu reduzieren und gesunde Lebensgewohnheiten zu etablieren.
Mögliche Maßnahmen sind:
Hinweis: Eine erfolgreiche Behandlung kombiniert meist mehrere Maßnahmen und sollte immer ärztlich begleitet werden.
Bei Adipositas können Hausärzt:innen eine erste Anlaufstelle sein. Sie beurteilen das Gewicht, prüfen Begleiterkrankungen und besprechen mögliche Behandlungsoptionen.
Für spezialisierte Beratung und Therapie können auch Fachärzt:innen für Endokrinologie, Diabetologie, Ernährungsmedizin oder Adipositasmedizin hinzugezogen werden. Dort erhält man oft eine umfassende Betreuung, die Ernährung, Bewegung, Verhaltenstherapie und gegebenenfalls medikamentöse oder chirurgische Maßnahmen einschließt.
Zur medikamentösen Unterstützung bei Adipositas gibt es verschiedene Optionen, die immer in Kombination mit Ernährung, Bewegung und ärztlicher Begleitung eingesetzt werden sollten.
Hauptgruppen der Medikamente
GLP-1-Analoga (Injektionspens):
Semaglutid – reduziert Appetit, steigert Sättigungsgefühl
Tirzepatid – dualer GLP-1- und GIP-Agonist, reduziert Hunger und verbessert Insulinantwort
Liraglutid – reguliert Appetit und verlängert Sättigung
Orlistat (Tabletten):
Blockiert die Aufnahme von Fett im Darm, wird zu fetthaltigen Mahlzeiten eingenommen.
Hinweis: Nicht jedes Medikament ist für jede Person geeignet. Die Entscheidung über Art, Dosierung und Dauer der Behandlung trifft immer die behandelnde Ärztin oder der Arzt.
1 https://adipositas-gesellschaft.de/ueber-adipositas/definition-von-adipositas/
2 https://www.who.int/health-topics/obesity#tab=tab_1
3 https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/obesity-and-overweight
5 https://www.adipositashamm.de/ueber-adipositas/was-ist-adipositas/ursachen-und-entstehung.html
6 https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/obesity-and-overweight
7 https://www.adipositaszentrum.uk-erlangen.de/patienten/krankheitsbild-und-diagnostik/
11 https://www.medizin.uni-tuebingen.de/puls-online/articles/wem-die-abnehmspritze-wirklich-hilft
13 https://www.gesundheitsinformation.de/tirzepatid-mounjaro-bei-typ-2-diabetes.html
14 https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/adipositas/liraglutid
17 https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/adipositas/orlistat