NEU

Kostenloser E-Guide: Cannabis einfach verstehen

Jetzt herunterladen
Warum DrAnsay?
Größte Cannabis-Auswahl
Bestpreis-Garantie*
Einfach, schnell & diskret
Inkl. ärztlichem Online-Rezept
Über 3 Mio. Behandlungen
Größte Cannabis-Auswahl
Bestpreis-Garantie*
Einfach, schnell & diskret
Inkl. ärztlichem Online-Rezept
Über 3 Mio. Behandlungen
DrAnsay Logo
Arrow Right
Synthetische oder natürliche Terpene: Was ist eigentlich besser?

Synthetische oder natürliche Terpene: Was ist eigentlich besser?

Synthetische oder natürliche Terpene: Was ist eigentlich besser?
Elke Habekost
Elke Habekost
Redakteurin
Lesezeit:
4 Minuten
Veröffentlichungsdatum
20.10.2026

Wenn der Begriff „natürlich“ fällt, denkt man an Pflanzen, Reinheit und Qualität. Ganz anders sieht es aus, wenn etwas synthetisch hergestellt wird. Dann hat man sofort ein Labor vor Augen. Doch gerade in Hinblick auf Terpene ist die Sache etwas komplizierter.


Terpene sind natürliche Pflanzenstoffe, die unter anderem für den charakteristischen Duft und das Aroma vieler Pflanzen verantwortlich sind. Zu ihnen zählen beispielsweise Limonen, Pinen und Linalool. Auch Cannabis enthält eine Vielzahl dieser Verbindungen. Doch woher stammen die Terpene, die in Cannabisprodukten enthalten sind? Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten.



Wo liegt der Unterschied zwischen „natürlich“, „botanisch“ und „Cannabis-derived“?

Wenn von natürlichen Terpenen die Rede ist, bedeutet das erst einmal, dass sie aus einer natürlichen Quelle gewonnen wurden. Fällt in diesem Zusammenhang auch der Begriff botanisch, weist das auf einen pflanzlichen Ursprung hin. Allerdings heißt das nicht, dass es sich bei dieser Pflanze um Cannabis handelt. Limonen beispielsweise kan aus Zitrusfrüchten gewonnen werden.


Hinter dem Begriff „Cannabis-derived“ verbirgt sich dagegen die Information, dass das Terpen tatsächlich aus der Cannabis-Pflanze stammt. Bei einer direkten Extraktion aus Pflanzenmaterial entsteht häufig zunächst ein Gemisch verschiedener flüchtiger Stoffe. Durch weitere Aufreinigung lassen sich daraus einzelne Terpene gewinnen. Das Etikett verrät also vor allem etwas über die Herkunft – nicht automatisch über die Qualität.


Synthetische oder natürliche Terpene: Was ist eigentlich besser?



Synthetisch ist nicht unbedingt “künstlich“

Ja, es ist korrekt, dass synthetische Terpene chemisch hergestellt werden und auch wenn das erst mal nach einem deutlichen Unterschied zu einem Pflanzenextrakt klingt, können sich die beiden Stoffe auf molekularer Ebene durchaus ähneln.


Besonders gut lässt sich das am Beispiel Limonen erklären. Wenn Limonen synthetisch hergestellt wird, entspricht sie chemisch dem natürlich vorkommenden Molekül. Oder einfacher gesagt: Ein Molekül weiß nicht, ob es aus einer Orange oder aus einem Labor kommt.


Das heißt aber nicht, dass es auch Unterschiede gibt, zum Beispiel bei den sogenannten Enantiomeren der Limonen. Diese können sich unter anderem im Geruch unterscheiden. Deshalb ist nicht nur der Name eines Terpenes entscheidend, sondern auch seine konkrete Form.



Warum riechen zwei Produkte trotzdem unterschiedlich?

Gerade der Geruch wird dabei immer wieder thematisiert. Unter anderem auch deswegen, weil ein natürliches Produkt nicht unbedingt nur aus einem einzigen Terpen besteht. Je nach Gewinnung und Aufreinigung können weitere Pflanzenstoffe enthalten sein.


Ein synthetisches Produkt kann dagegen gezielt ein einzelnes Terpen in definierter Reinheit oder eine exakt zusammengestellte Mischung enthalten.


So können zwei Produkte Limonen enthalten und trotzdem unterschiedlich riechen: etwa aufgrund von Reinheit, Begleitstoffen oder unterschiedlichen Mischungsverhältnissen.



Natürlich = besser?

Trotzdem bleibt die Frage, ob ein natürliches Terpen besser als ein synthetisches ist? Die kurze Antwort darauf lautet: Nein! Denn hinter dem Begriff verbirgt sich nur die Herkunft, kein Qualitätssiegel.


Was viele nämlich vielleicht nicht wissen: Auch natürliche Extrakte können Verunreinigungen oder unerwünschte Begleitstoffe enthalten. Wohingegen ein synthetisch hergestelltes Terpen hochrein und präzise dosierbar sein kann.


Umgekehrt besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass ein natürlicher Extrakt gerade wegen seiner komplexen Zusammensetzung besonders interessant ist.


Aus diesem Grund macht es Sinn, sich vorab diese Fragen zu stellen:

  • Wie rein ist das Terpen?
  • Welche Form des Moleküls liegt vor?
  • Welche weiteren Stoffe sind enthalten?
  • Wie wurde es hergestellt oder extrahiert?
  • Wurde die Zusammensetzung kontrolliert?


Synthetische oder natürliche Terpene: Was ist eigentlich besser?



Welche Rolle spielt der berühmte „Entourage-Effekt“?

Viele Cannabis-Nutzer:innen sind mit dem sogenannten Entourage-Effekt als Wording bereits bestens vertraut. Immerhin taucht dieser im Hinblick auf den Konsum immer wieder auf.


Dahinter verbirgt sich die Annahme, dass verschiedene Cannabinoide und Terpene gemeinsam anders wirken als einzelne. Wissenschaftlich bewiesen ist das bisher noch nicht, da die aktuelle Datenlage dafür noch nicht ausreicht. Deshalb sind einfache Aussagen wie „natürliche Cannabis-Terpene wirken besser als synthetische“ bislang nur eine nicht belegte These.



Was wir daraus lernen: Nicht das Etikett entscheidet

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Begriffe “natürlich”, “botanisch”, “Cannabis-derived” und “synthetisch" nur die unterschiedlichen Herstellungswege und Herkunft-Quellen beschreiben.


Wer glaubt, daraus ableiten zu können, ob ein Terpen hochwertig ist, liegt allerdings falsch. Entscheidend sind die Zusammensetzung, Reinheit, stereochemische Form, Konzentration und Qualitätskontrolle.


Am Ende gilt eben auch bei den Terpenen: ein natürlich hergestelltes ist nicht automatisch besser und ein synthetisches nicht automatisch schlechter.

Weitere Beiträge

Bleib im Loop – mit unserem Newsletter

Newsletter