Cannabis als Schmerzmittel: Was es leisten kann und was nicht
Cannabis hat einen erstaunlichen Imagewandel hinter sich. Früher kreiste der Joint durch die WG-Küche, heute holen sich Patient:innen Cannabis als Schmerzmittel mit Rezept in der Apotheke. Doch hilft die Pflanze bei Schmerzen wirklich so gut, wie viele hoffen?
Vielleicht stellst Du Dir genau diese Frage gerade selbst, weil der Rücken seit Monaten bis ins Bein zieht, die Wärmflasche längst zur festen Mitbewohnerin geworden ist und Ibuprofen Dir immer nur ein paar Stunden Ruhe verschafft. Wir haben nachgeschaut, wo Cannabis gegen Schmerzen wirklich etwas ausrichten kann und worauf Du achten solltest.
Das Wichtigste in Kürze
- Am besten untersucht ist Cannabis bei Nervenschmerzen, sogenannten neuropathischen Schmerzen. Aber auch dort sind die Belege noch dünn, und ob der Nutzen den Schaden überwiegt, ist offen [1].
- Im Schnitt ist der Effekt klein, etwa 0,5 bis 0,8 Punkte auf einer Schmerzskala von 0 bis 10 im Vergleich zu einem Scheinmedikament. Wie viel es genau ist, hängt stark vom Präparat ab, vor allem vom Verhältnis von THC zu CBD [1,2].
- Bei Tumorschmerzen, Fibromyalgie (chronischen Schmerzen in Muskeln und Bindegewebe), Rheuma und akuten Schmerzen reicht die Studienlage nicht aus oder spricht sogar dagegen.
- Etwa jede dritte behandelte Person bekommt Nebenwirkungen wie Schwindel oder Müdigkeit [3].
- Seit 2026 gibt es mit Exilby ein Cannabis-Medikament, das für eine bestimmte Form chronischer Rückenschmerzen zugelassen ist. Die Zulassung gilt nur für dieses eine Präparat [4].
- Cannabis ist eine Option, wenn bewährte Behandlungen nicht gereicht haben. Es ergänzt dann eine Schmerztherapie aus Medikamenten, Physiotherapie und psychologischer Unterstützung.
Was Cannabis im Körper eigentlich macht
Dein Körper hat ein eigenes Endocannabinoid-System. Das ist ein Netz aus Andockstellen, sogenannten Rezeptoren, von denen CB1 und CB2 die bekanntesten sind. Dieses System redet unter anderem bei Schmerz, Appetit, Stimmung und Immunabwehr mit. CB1 sitzt vor allem im Nervensystem, CB2 vor allem auf Immunzellen.
THC (Tetrahydrocannabinol) dockt an diese Rezeptoren an und kann Schmerzen dämpfen. Es beeinflusst, wie Schmerzsignale in Gehirn, Rückenmark und Nerven verarbeitet und weitergegeben werden. Außerdem kann sich verändern, wie sehr Dich der Schmerz belastet. Viele beschreiben es so, dass der Schmerz noch da ist, aber in den Hintergrund rückt. Wie THC im Gehirn arbeitet, erklären wir Dir ausführlich in unserem Artikel zur Cannabis-Wirkung.
CBD (Cannabidiol) macht nicht high. Studien konnten bisher nicht zeigen, dass CBD zum Einnehmen verlässlich Schmerzen lindert [1,5]. Und CBD aus der Drogerie ist ohnehin etwas anderes als die Präparate aus den Studien. Was ärztlich verordnetes Cannabis von frei erhältlichem unterscheidet, liest Du in unserem Vergleich von medizinischem und herkömmlichem Cannabis.
Bei welchen Schmerzen ist Cannabis überhaupt untersucht?
Cannabis ist kein Allrounder gegen jeden Schmerz. Bei bestimmten Beschwerden kann es aber eine echte Option sein, und genau auf die kommt es an.
| Schmerzart | Was die Studien sagen |
| Nervenschmerzen (neuropathisch) | Am besten untersucht, einzelne Hinweise auf eine Wirkung, aber dünne Datenlage [1] |
| Spastik bei Multipler Sklerose | Hier sind die Belege am besten, allerdings für die Muskelverkrampfung, nicht für Schmerzen [6] |
| Tumorschmerzen | Kein spürbarer Zusatznutzen [7] |
| Fibromyalgie | Zu wenig belastbare Daten |
| Rückenschmerzen | Kaum Daten. Ausnahme ist Exilby, zugelassen für chronische Rückenschmerzen mit Nervenbeteiligung, oft mit Ausstrahlung ins Bein. Gilt nicht für andere Cannabisprodukte oder Blüten [2,4] |
| Migräne, Kopfschmerzen | Praktisch keine aussagekräftigen Studien |
| Rheumatische Schmerzen | Zu wenig Belege für die Behandlung der Rheumaerkrankung selbst, bei chronischen, vor allem Nervenschmerzen im Einzelfall möglich [8] |
| Akute Schmerzen und Schmerzen nach Operationen | Kein verlässlicher Nutzen, dafür mehr Nebenwirkungen |
Auch die Fachgesellschaften sehen das zurückhaltend. Für rheumatische Erkrankungen etwa reichen die Belege nicht, um Cannabis zu verordnen. Bei chronischen, vor allem neuropathischen Schmerzen kann ein Einsatz im Einzelfall aber erwogen werden, eingebettet in eine umfassende Therapie [8,9].
Exilby: ein neues Schmerzmittel auf Cannabisbasis
Seit dem 30. Mai 2026 gibt es einen Neuzugang in der Apotheke. Exilby ist ein zugelassenes Cannabis-Medikament gegen Schmerzen im unteren Rücken, genauer gesagt ein standardisierter Vollspektrumextrakt. Das heißt, es enthält neben THC noch weitere Pflanzenstoffe einer bestimmten Cannabissorte [4].
Ganz weit offen steht die Tür allerdings nicht, denn die Zulassung ist eng gefasst. Sie gilt nur für Erwachsene mit chronischen Kreuzschmerzen, bei denen eine Nervenwurzel beteiligt ist und der Schmerz oft ins Bein ausstrahlt. Außerdem müssen Schmerzmittel ohne Opioid, etwa Ibuprofen, vorher nicht ausreichend geholfen haben oder nicht vertragen worden sein [4].
In der Zulassungsstudie gingen die Schmerzen mit Exilby etwas stärker zurück als mit einem Scheinmedikament, im Mittel um gut einen halben Punkt auf der Skala von 0 bis 10. Nebenwirkungen kamen mit Exilby häufiger vor [2]. Ob Exilby gegenüber bisherigen Therapien einen Zusatznutzen hat, wird derzeit noch geprüft [10].
Die Zulassung gilt nur für Exilby in diesem Anwendungsgebiet und lässt sich nicht auf andere Cannabisprodukte oder Blüten übertragen.
Wie groß ist der Effekt wirklich?
Jetzt wird es ein bisschen zahlenlastig, aber die Zahlen helfen Dir, Deine Erwartungen gut einzuschätzen. Die aktuelle Auswertung vieler Studien zu Nervenschmerzen zeigt, dass die Forschung hier noch am Anfang steht. Ob Cannabis-Medikamente unterm Strich mehr nutzen oder schaden, lässt sich mit den bisherigen Daten nicht sicher sagen [1]. Das gilt für Präparate mit viel THC genauso wie für Mischungen aus THC und CBD. Bei Präparaten mit viel CBD reichen die Daten nicht einmal für eine Aussage.
Ältere Auswertungen liefern greifbarere Zahlen. Von zehn Menschen, die Cannabis gegen Schmerzen bekommen, spürt ungefähr eine Person zusätzlich eine deutliche Linderung, also mindestens 30 Prozent weniger Schmerzen. Gleichzeitig bekommt etwa jede dritte behandelte Person zusätzlich Nebenwirkungen wie Schwindel, Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme, etwa jede neunte psychische Nebenwirkungen. In längeren Beobachtungen brach knapp ein Viertel die Behandlung deshalb ab [3].
Ein Therapieversuch kann trotzdem sinnvoll sein, wenn Du mit realistischen Erwartungen startest und ihn ärztlich begleiten lässt.
Warum klingen Erfahrungsberichte so viel besser?
Wer sich in Foren oder im Freundeskreis umhört, bekommt ein ganz anderes Bild. Dort erzählen viele, dass es ihnen mit Cannabis deutlich besser geht. Auch eine große Erhebung unter Ärzt:innen nach der Gesetzesänderung 2017 hat bei rund drei von vier Behandelten eine Besserung festgehalten, meist ging es um chronische Schmerzen [11].
Das klingt nach einem klaren Beweis, ist aber keiner. Es gab keine Vergleichsgruppe ohne Cannabis, und wer sich besser fühlt, berichtet eher davon. Dazu kommen Einflüsse wie der Placeboeffekt, andere Therapien oder einfach Schmerzen, die von selbst nachlassen. Wie viel der Besserung wirklich auf Cannabis zurückgeht, lässt sich deshalb nicht sagen [11].
Und rund ein Drittel hat die Therapie im ersten Jahr wieder abgebrochen, am häufigsten, weil sie schlicht nicht gewirkt hat [11].
Cannabis statt Opioide: Hält das Argument?
Oft hört man, Cannabis helfe dabei, starke Schmerzmittel wie Morphin einzusparen. Das wäre ein gutes Argument, denn diese sogenannten Opioide haben bekannte Risiken. Gut gemachte Studien konnten diesen Spareffekt bisher aber nicht belegen, auch wenn Beobachtungen ihn nahelegen [12].
Auch eine große Langzeitstudie aus Australien fand bei Menschen mit chronischen Schmerzen keinen Hinweis darauf, dass sie mit Cannabis weniger Opioide brauchten. Manche hatten sogar stärkere Schmerzen.
Im Einzelfall kann es gelingen, Opioide zu reduzieren. Ein allgemeines Versprechen lässt sich daraus aber nicht ableiten. Setz Opioide niemals auf eigene Faust ab. Das Ausschleichen gehört in ärztliche Hände.
Cannabis als Schmerzmittel: Pro und Contra auf einen Blick
Was für einen Therapieversuch spricht
- Bei Nervenschmerzen gibt es eine echte, wenn auch kleine Chance, dass es hilft.
- Viele Betroffene haben schon mehrere Therapien hinter sich, die nicht geholfen haben.
- Cannabis wirkt anders als klassische Schmerzmittel und ist damit ein weiterer Ansatz, wenn andere Mittel versagt haben.
- Magen- und Nierenschäden, wie sie bei langer Einnahme von Ibuprofen & Co. auftreten können, und die bei Opioiden gefürchtete Atemdämpfung gehören nicht zu den typischen Risiken. Frei von Risiken für die Organe ist Cannabis trotzdem nicht.
- Manche schlafen etwas besser. Die Studien dazu sind allerdings uneinheitlich.
Was dagegen spricht oder zur Vorsicht mahnt
- Im Schnitt fällt der Effekt eher klein aus, nicht alle spüren eine deutliche Verbesserung.
- Etwa jede dritte Person bekommt Nebenwirkungen wie Schwindel oder Müdigkeit, etwa jede neunte psychische Nebenwirkungen.
- Möglich sind auch Risiken für Herz und Kreislauf, Psyche, Denken und Gedächtnis, je nach Präparat auch für Leber oder Lunge.
- Wie sicher Cannabis über viele Jahre ist, weiß man noch nicht genau.
- Für die meisten Schmerzarten außer Nervenschmerzen fehlen überzeugende Belege.
- Bei manchen THC-haltigen Präparaten wie Exilby sind psychotische Erkrankungen, auch in der Familie, ein Ausschlussgrund [4]. Andere psychische Vorerkrankungen schließen eine Behandlung nicht automatisch aus, gehören aber offen ins ärztliche Gespräch.
- Im Alltag gibt es Einschränkungen, zum Beispiel beim Autofahren. Was dort gilt, erklären wir in unserem Artikel zu Cannabistherapie und Autofahren.
- Seit dem 29. Juli 2026 zahlen die gesetzlichen Krankenkassen keine Cannabisblüten mehr. Bestimmte standardisierte Cannabis-Arzneimittel können unter Voraussetzungen weiterhin übernommen werden [13].
So läuft ein Therapieversuch ab
Medizinisches Cannabis ist in der Schmerztherapie ein Baustein von mehreren. Fachleute empfehlen es nur zusammen mit Physiotherapie und psychologischer Schmerzbehandlung und raten davon ab, sich selbst mit Blüten zu behandeln [9]. Ein gut geplanter Versuch läuft ungefähr so ab.
- Langsam steigern: Wie hoch Du startest und wie schnell Du steigerst, hängt vom Präparat ab und steht in der Packungsbeilage. Oft beginnt man abends mit einer sehr niedrigen Dosis und steigert über etwa zwei bis drei Wochen [4].
- Zwischenbilanz: nach vier bis zwölf Wochen.
- Erfolg messen: zum Beispiel mindestens 30 Prozent weniger Schmerzen oder deutlich besserer Schlaf und mehr Bewegungsfreiheit im Alltag.
- Beenden, wenn es nicht wirkt: Auch das gehört zu einem gut geplanten Versuch.
Wie die Aufdosierung bei Deinem Präparat aussieht, besprichst Du mit Deinen behandelnden Ärzt:innen.
Drei Mythen, die sich hartnäckig halten
Mythos: „Cannabis ist ein natürliches Schmerzmittel, also unbedenklich.“
Realität: Dass etwas aus der Natur kommt, sagt nichts darüber, wie gut Du es verträgst. Etwa jede dritte behandelte Person bekommt Nebenwirkungen [3]. Entscheidend ist, wie Nutzen und Risiko in Deinem Fall zueinander stehen.
Mythos: „CBD wirkt genauso, ist aber frei verkäuflich.“
Realität: Das stimmt so nicht. Studien konnten bisher nicht zeigen, dass CBD zum Einnehmen verlässlich Schmerzen lindert [1,5]. Hinweise auf eine Wirkung gibt es eher bei Präparaten mit THC, und THC ist verschreibungspflichtig.
Mythos: „Wenn es bei anderen so gut hilft, hilft es bei mir auch.“
Realität: Erfahrungsberichte sagen wenig darüber, ob Cannabis selbst geholfen hat. Auch der Placeboeffekt, andere Behandlungen oder Schmerzen, die von selbst nachlassen, spielen mit. In der Exilby-Studie gingen die Schmerzen sogar in der Gruppe mit dem Scheinmedikament deutlich zurück [2]. Ob es bei Dir wirkt, zeigt deshalb nur ein eigener, ärztlich begleiteter Versuch.
Bevor Du ärztlich nachfragst: drei Fragen an Dich selbst
Wenn Du überlegst, ob ein Cannabis-Schmerzmittel für Dich infrage kommt, helfen Dir drei Fragen mehr als jede allgemeine Debatte über die Wirksamkeit.
- Welche Art von Schmerz hast Du? Brennende, einschießende oder kribbelnde Schmerzen können auf Nervenschmerzen hindeuten. Ob es wirklich welche sind, kann aber nur eine ärztliche Untersuchung klären.
- Was hast Du schon ausprobiert, und woran ist es gescheitert? Das ist medizinisch wichtig und entscheidet auch darüber, ob die Kosten übernommen werden.
- Was wäre für Dich ein Erfolg? Vielleicht weniger Schmerzmittel, endlich durchschlafen oder wieder spazieren gehen. Mit einem konkreten Ziel kannst Du nach zwölf Wochen prüfen, ob die Therapie etwas gebracht hat.
Fazit
Für manche Menschen kann Cannabis als Schmerzmittel eine sinnvolle Option sein, vor allem bei Nervenschmerzen, wenn bewährte Therapien nicht gereicht haben. Dort ist es am besten untersucht, auch wenn die Belege noch dünn sind. Im Schnitt fällt der Effekt eher klein aus, Nebenwirkungen sind möglich, und über die Langzeitfolgen weiß man noch zu wenig. Mit realistischen Erwartungen und ärztlicher Begleitung lässt sich ein Versuch aber gut planen und auswerten. Die Zulassung von Exilby gilt nur für dieses Präparat und eine bestimmte Form von Rückenschmerzen.
Wer mit diesen Erwartungen startet, wird seltener enttäuscht. Und wer zu denen gehört, denen es deutlich hilft, merkt das innerhalb weniger Wochen. Ob ein Versuch für Dich sinnvoll ist, klärst Du am besten ärztlich. Nimm dazu Deine Diagnose, Deine bisherigen Therapien und Deine Medikamentenliste mit. Die Wärmflasche darf bis dahin gern Mitbewohnerin bleiben.
Häufige Fragen
Kann man Cannabis gegen Schmerzen nehmen?
Ja, medizinisches Cannabis kann bei chronischen Schmerzen ärztlich verordnet werden. Am besten untersucht ist es bei Nervenschmerzen, auch wenn die Belege selbst dort noch dünn sind [1]. Cannabis gilt als Therapieversuch, wenn bewährte Behandlungen nicht genug geholfen haben.
Welches Cannabis hilft am besten gegen Schmerzen?
Die eine „beste“ Sorte gibt es nicht. Es kommt auf das Verhältnis von THC zu CBD an, auf die Form, etwa Tropfen, Kapseln oder Blüten, und darauf, wie gut Du das Präparat verträgst. Die passende Einstellung findet sich im Lauf der Therapie.
Ist Cannabis besser als Ibuprofen?
Das lässt sich so nicht vergleichen, weil beide unterschiedlich wirken und in unterschiedlichen Situationen eingesetzt werden. Bei entzündlichen Schmerzen wirken Entzündungshemmer wie Ibuprofen. Cannabis-Medikamente kommen eher bei chronischen Nervenschmerzen infrage, wenn andere Mittel nicht reichen oder nicht vertragen werden.
Bei welchen chronischen Schmerzen hilft Cannabis?
Am ehesten bei Nervenschmerzen. Dort ist Cannabis am besten untersucht, auch wenn die Belege dünn sind. Bei Tumorschmerzen, Fibromyalgie, rheumatischen und akuten Schmerzen reichen sie nicht aus oder sprechen dagegen.
Wie viel Cannabis hilft gegen Schmerzen?
Eine Dosis, die für alle passt, gibt es nicht. Startdosis und Tempo hängen vom Präparat ab und stehen in seiner Packungsbeilage. Meist beginnt man sehr niedrig und steigert langsam, zum Beispiel über zwei bis drei Wochen, bis Wirkung und Verträglichkeit gut zusammenpassen.
Kann Cannabis Opioide ersetzen?
Dass Cannabis Opioide einspart, ist in hochwertigen kontrollierten Studien nicht belegt, auch wenn Beobachtungsdaten es nahelegen [12]. Setz Opioide keinesfalls auf eigene Faust ab. Eine Umstellung gehört in ärztliche Hände.
Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Er beschreibt den Stand vom 21. September 2026.
Quellen
[1] Ateş G, Welsch P, Klose P, Phillips T, Lambers B, Häuser W, Radbruch L: Cannabis-based medicines for chronic neuropathic pain in adults. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2026;1:CD012182.pub3. https://doi.org/10.1002/14651858.CD012182.pub3
[2] Karst M, Meissner W, Sator S, Keßler J, Schoder V, Häuser W: Full-spectrum extract from Cannabis sativa DKJ127 for chronic low back pain: a phase 3 randomized placebo-controlled trial. Nature Medicine. 2025;31(12):4189–4196. https://doi.org/10.1038/s41591-025-03977-0
[3] Häuser W, Fitzcharles MA, Radbruch L, Petzke F: Cannabinoide in der Schmerz- und Palliativmedizin. Deutsches Ärzteblatt International. 2017;114(38):627–634. https://doi.org/10.3238/arztebl.2017.0627
[4] VERTANICAL GmbH: Fachinformation Exilby® Flüssigkeit zum Einnehmen. Stand Mai 2026. https://www.fachinfo.de/fi/detail/025999/exilby-r-fluessigkeit-zum-einnehmen
[5] Chou R et al.: Living Systematic Review on Cannabis and Other Plant-Based Treatments for Chronic Pain: 2025 Update. AHRQ Report No. 25-EHC036. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40956916/
[6] Filippini G, Minozzi S, Borrelli F, Cinquini M, Dwan K: Cannabis and cannabinoids for symptomatic treatment for people with multiple sclerosis. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2022;5:CD013444.pub2. https://doi.org/10.1002/14651858.CD013444.pub2
[7] Häuser W, Welsch P, Radbruch L, Fisher E, Bell RF, Moore RA: Cannabis-based medicines and medical cannabis for adults with cancer pain. Cochrane Database of Systematic Reviews. 2023;6:CD014915.pub2. https://doi.org/10.1002/14651858.CD014915.pub2
[8] Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie und Klinische Immunologie (DGRh): Behandlung mit Cannabis sativa. https://www.dgrh.de/lesen/empfehlungen/komplementaere-ansaetze/cannabis-sativa/
[9] Deutsche Schmerzgesellschaft e. V.: Pressemitteilung zum Deutschen Schmerzkongress 2017 und Patienteninformation. https://www.schmerzgesellschaft.de/fileadmin/pdf/pdf_2/PM_Schmerzkongress_Sep_2017_Cannabis_F.pdf
[10] Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA): Nutzenbewertungsverfahren Exilby, Verfahrensbeginn 01.09.2026. https://www.g-ba.de/bewertungsverfahren/nutzenbewertung/1398/
[11] Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Abschlussbericht der Begleiterhebung, 2022. https://www.bfarm.de/SharedDocs/Downloads/DE/Bundesopiumstelle/Cannabis/Abschlussbericht_Begleiterhebung.pdf
[12] Nielsen S et al.: Opioid-sparing effect of cannabinoids for analgesia. Neuropsychopharmacology. 2022;47(7):1315–1330. https://doi.org/10.1038/s41386-022-01322-4
[13] Bundesministerium für Gesundheit (BMG): Fragen und Antworten zum Cannabisgesetz, Erstattungsfähigkeit. https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/cannabis/faq-cannabisgesetz